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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2024
Der Inhalt:
Religion & Kirchen
Leben & Kultur
Gerade in der Krise sind wir auf Vertrauen angewiesen. Das Anliegen der Konferenz ist es, über die gegenwärtigen Verhältnisse hinauszublicken. (Foto: Felix Konerding)
Die Konferenz »Vertrauen – eine utopische Praxis?« in Lüneburg will das Vertrauen der Menschen in die Zukunft stärken. Wie geht das? Fragen an den Organisator Sven Prien-Ribcke./mehr

Geist & Sinn
»Das Große bleibt groß nicht ...«

Bertolt Brechts »Lied von der Moldau« erzählt von der Kraft der Ohnmächtigen.
von Karl-Josef Kuschel vom 09.07.2024
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Es gibt Gedichte, die für mich von kanonischer Bedeutung sind. In Glücksstunden rezitiere ich sie. Aber auch in Stunden der Mutlosigkeit. In der zuletzt genannten Stimmung rufe ich mir zum Beispiel gerne das dreistrophige »Lied von der Moldau« in Erinnerung. Der Text ist von Bertolt Brecht, die Vertonung von Hanns Eisler. Vom fließenden Rhythmus, von der Bildersprache und von der »Botschaft« ist dieses wunderbar eingängige, fast volksliedhafte Poem aus sich heraus ganz und gar verständlich. Trotzdem lohnt ein Blick auf die Entstehungsgeschichte.

Der Plan zu einem Moldau-Lied kam Brecht bei der Arbeit an seinem Stück »Schwejk im 2. Weltkrieg« im Jahr 1943. Prag ist von einer übermächtigen, brutalen deutschen Militärmaschinerie überrollt. Tschechien als selbstständiger Staat ist zerschlagen. Die H

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