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kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2016
Schenkt ihnen nicht eure Angst!
Wie rechte Populisten die Gesellschaft spalten
Der Inhalt:

Vorgespräch: Wie viel Zeit braucht das Lernen?

Fragen an die Organisatorin der Pädagogischen Werktagung in Salzburg, Anna Maria Kalcher

Publik-Forum: Warum haben Sie »Zeit« als Thema für die 65. Internationale Pädagogische Werktagung in Salzburg ausgewählt?

Anna Maria Kalcher: Viele Pädagoginnen und Pädagogen beschäftigen sich derzeit intensiv damit. Sie müssen Bildungspläne erfüllen, der Unterrichtsalltag ist zeitlich streng strukturiert. Und durch den Kontakt mit Flüchtlingskindern und deren Eltern begegnen sie Menschen anderer Kulturen, die oft ein anderes Zeitverständnis haben.

Wer hat größere Probleme mit der Zeit – die Erwachsenen oder die Kinder?

Kalcher: Für beide ist die Zeit eine Herausforderung. Lehrende müssen in immer kürzeren Zeiten immer mehr Inhalte und Kompetenzen vermitteln und mit der engen Taktung des Schultages zurechtkommen. Für Kinder bleibt immer weniger Zeit für Muße und dafür, Umwege beim Lernen zu gehen. Auch ihre Freizeit ist häufig sehr nutzenorientiert gestaltet.

Der Begriff »Werktagung« klingt irgendwie aus der Zeit gefallen.

Kalcher: Wir haben schon oft diskutiert, ob wir ihn ersetzen sollen. Er stammt aus den 1950er-Jahren. Wir behalten ihn bei, denn er ist inzwischen zu einer Marke geworden. Und er macht deutlich, dass es sich nicht um einen klassischen Kongress handelt, sondern um eine Tagung, die kognitive Zugänge mit kreativen, kulturellen und spirituellen verbindet. Vormittags gibt es Vorträge und nachmittags Arbeitskreise, etwa zu Musik und Bewegung, Atempädagogik oder zum Ausdrucksspiel aus dem Erleben.

An Ihrer Tagung nehmen vor allem Elementar- und Grundschulpädagoginnen teil. Lernen sie auf der Tagung, der Beschleunigu