Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2016
Schenkt ihnen nicht eure Angst!
Wie rechte Populisten die Gesellschaft spalten
Der Inhalt:

Umstieg ohne Verluste

Stadtplaner legen ein Alternativkonzept zu Stuttgart 21 vor. Zur rechten Zeit

Nach außen schien beim umstrittenen Bauprojekt Stuttgart 21 alles seinen geplanten Gang zu gehen: Die Gegend um den Hauptbahnhof ist eine riesige Baustelle, langsam gräbt man sich nach unten, und irgendwann werden auch Züge in den Untergrund fahren – so der erste Eindruck..

Doch dies war die Ruhe vor einem neuen Sturm. Denn jetzt musste der zuständige Bahnvorstand Volker Kefer einräumen, was Kritiker schon lange behaupten: dass das Projekt noch teurer wird als die geplanten sechs Milliarden Euro – und dass es noch viel später fertig wird als 2021. Jetzt ist Kefer zurückgetreten.

In dieser Lage müsste der Bahn doch ein Alternativkonzept von Stadtplanern und Architekten gerade recht kommen. Sie zeigen auf, wie die bereits geleisteten Baumaßnahmen in ein Modernisierungskonzept integriert werden – und zwei Milliarden Euro an Gesamtkosten eingespart werden können. Dazu wollen sie die Bahnhofsgebäude und Gleise modernisieren, aber über der Erde belassen. Der bereits abgerissene Teil des Bahnhofs soll in moderner Architektur wieder aufgebaut und Teile des zerstörten Schlossgartens wiederhergestellt werden. Ebenso wie die Verantwortlichen von Stuttgart 21 wollen auch die Alternativplaner alte Gleisanlagen abbauen und dadurch Wohnraum schaffen, allerdings ohne Spekulation.

Für die Deutsche Bahn bietet dieses Konzept einen letzten Ausweg, denn sie droht auf den Mehrkosten sitzen zu bleiben. Der Bund und das Land Baden-Württemberg wollen sie nämlich nicht mehr bezahlen. Deshalb sei denen, die Stuttgart 21 vor allem deshalb vollenden wollen, weil bereits damit begonnen wurde, der Satz des Dramatikers Bertolt Brecht in Erinnerung gerufen: Wer »A« gesagt hat, m