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Katholikentag
»Es wird völlig unterschätzt, wie politisch Gefühle sind. «

Der Saal auf dem Katholikentag ist voll, die Stimmung aufmerksam, erwartungsvoll. Beim Katholikentag spricht Publik-Forum-Volontärin Daniela Ordowski mit der Klimaaktivistin Luisa Neubauer über die Rolle der Kirchen, den »Hafermilch-Index«, fossile Zyniker und warum politische Gefühle oft stärker sind als Fakten.
von Daniela Ordowski vom 29.05.2026
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Gegen das fossile Weiter-so: Luisa Neubauer, aktiv bei den Fridays for Future, auf dem Katholikentag in Würzburg.
Gegen das fossile Weiter-so: Luisa Neubauer, aktiv bei den Fridays for Future, auf dem Katholikentag in Würzburg.

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Publik-Forum: Sie sind gerade, kurz nach Ihrem 30. Geburtstag, Ihren ersten Halbmarathon gelaufen. Was ist anstrengender: Halbmarathon oder politischer Marathon?

Luisa Neubauer: Intuitiv würde ich natürlich sagen: Politik. Dieser Halbmarathon in Hamburg war die Hölle. Die Stimmung war toll, und trotzdem habe ich alles infrage gestellt. Deswegen mache ich lieber politische Arbeit. Die ist auch schmerzhaft, aber irgendwie kann man das besser verteilen. Aktivismus bedeutet nicht, den Schmerz wegzureden, sondern ihn so zu verteilen, dass wir gemeinsam leiden. Und gemeinsam leidet man einfach besser – und mit besserer Laune.

Beim Halbmarathon sieht man irgendwann die Ziellinie. Gibt es die im Klimaaktivismus auch?

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