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Zum 350. Todestag von Paul Gerhardt
Er hatte ja seinen Gott

»Geh aus mein Herz und suche Freud«: Die geistliche Poesie trotzt bis heute dem Lauf der Welt, rührt die Herzen – ist aber nicht immer so harmlos, wie sie aussieht.
von Paul Kreiner vom 27.05.2026
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Paul Gerhardt. (Foto: pa/imageBROKER/digital bearbeitet)
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Sommer wird’s. Geh aus, mein Herz, dichtet da Paul Gerhardt, und eine Freude steckt in seinen Liedern, die geradezu unfassbar ist in den Zerstörungen, die der Dreißigjährige Krieg um ihn herum angerichtet hat, in einem durch Pest und Gewalt entvölkerten Berlin. »Schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben!« Paul Gerhardt, der lutherische Hauslehrer, Theologe und Pfarrer, lenkt den Blick seiner Zeitgenossen auf das Schöne, das ihnen geblieben ist – und weg von den so verheerend wütenden Mächtigen dieser Erde. Wie klein sie doch sind vor Gottes wunderbarer Natur! »Narzissus und die Tulipan«, müssen sie sich sagen lassen, »die ziehen sich viel schöner an als Salomonis Seide.«

Gerhardt verarbeitet Krieg und Leid in einer geistlichen Poesie, die nun schon

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