Katholikentag
Bloß nicht sitzen bleiben, aufstehen! Aber wohin gehen?

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Hab Mut, steh auf!« Ein passenderes Motto hätte der Katholikentag gar nicht wählen können. Der Aufruf aus dem Markusevangelium hat sich als perfekt slogan-tauglich erwiesen. Er ließ sich überall unverkrampft einführen; präsent war er in wohl jeder der 900 Veranstaltungen, in der ganzen Stadt sowieso: auf Plakaten, Fahnen, Brücken, Podien, in frisch komponierten Gottesdienstliedern – und auf den unvermeidlichen Papphockern, die damit eine in sich recht widersprüchliche Botschaft trugen: die Einladung, Platz zu nehmen, und den Appell, bloß nicht sitzen zu bleiben.
In der Zeitdiagnose war man sich einig: Die Gesellschaft, wir also, durchlebe einen Epochenbruch; der öffentliche Diskurs finde fast nur noch im Krisen- oder »Katastrophenmodus« statt. Polarisiert sei das Land, Politik und Parteien im »a




