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Katholikentag
Bloß nicht sitzen bleiben, aufstehen! Aber wohin gehen?

Würzburg 2026 war ein Glaubensfest des Widerstands gegen Zukunftsangst. Eine fröhliche Selbstvergewisserung inmitten einer Menge offener Baustellen und unbequemer Fragen.
von Paul Kreiner vom 27.05.2026
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Nach vier Tagen endlich Sonne: Bunte Menschenmasse beim Schlussgottesdienst des Würzburger Katholikentags. (Foto: KNA-Bild/Katharina Gebauer)
Nach vier Tagen endlich Sonne: Bunte Menschenmasse beim Schlussgottesdienst des Würzburger Katholikentags. (Foto: KNA-Bild/Katharina Gebauer)

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Hab Mut, steh auf!« Ein passenderes Motto hätte der Katholikentag gar nicht wählen können. Der Aufruf aus dem Markusevangelium hat sich als perfekt slogan-tauglich erwiesen. Er ließ sich überall unverkrampft einführen; präsent war er in wohl jeder der 900 Veranstaltungen, in der ganzen Stadt sowieso: auf Plakaten, Fahnen, Brücken, Podien, in frisch komponierten Gottesdienstliedern – und auf den unvermeidlichen Papphockern, die damit eine in sich recht widersprüchliche Botschaft trugen: die Einladung, Platz zu nehmen, und den Appell, bloß nicht sitzen zu bleiben.

In der Zeitdiagnose war man sich einig: Die Gesellschaft, wir also, durchlebe einen Epochenbruch; der öffentliche Diskurs finde fast nur noch im Krisen- oder »Katastrophenmodus« statt. Polarisiert sei das Land, Politik und Parteien im »a

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