Krieg im Nahen Osten
Verbrannte Dörfer, vergiftete Felder

Niedergebrannte Dörfer, zerstörte Straßenzüge, vergiftete Felder: Recherchen des Magazins Spiegel legen nahe, dass das israelische Vorgehen im Süden Libanons weit über einen gezielten Kampf gegen die Hisbollah hinausgeht. Bewohnerinnen und Bewohner sowie Hilfsorganisationen berichten demnach von großflächiger Verwüstung ziviler Lebensgrundlagen und einer Region, die vielerorts unbewohnbar geworden sei.
Dem Spiegel zufolge werden nicht nur Gebäude systematisch zerstört, sondern auch landwirtschaftliche Flächen massiv beeinträchtigt: Olivenhaine seien niedergebrannt worden, ebenso Ackerflächen des im Südlibanon wichtigen Tabakanbaus. Zudem würden Felder mittels hoch konzentrierten Glyphosats vergiftet.
Das Ausmaß der Zerstörung lasse ganze Landstriche unbewohnbar erscheinen und erinnere in Teilen an das Vorgehen im Gazastreifen. Die Recherchen widersprechen der Darstellung der israelischen Armee, man gehe ausschließlich gegen militärische Einrichtungen und Netzwerke der Hisbollahmiliz vor. Israel weist die Vorwürfe zurück und betont, Ziel der Offensive sei die Sicherung der Grenzregion vor Angriffen der Miliz.




