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Geist und Sinn
Du sollst es dir einbilden

Der Glaube kommt vom Hören, sagte Martin Luther. Das stimmt, aber es reicht nicht.
von Johann Hinrich Claussen vom 11.05.2026
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Eine der ältesten Oster-Darstellungen: die Reidersche Tafel aus dem fünften Jahrhundert, hier ein Ausschnitt (Foto: Wikipedia/Andreas Praefcke)
Eine der ältesten Oster-Darstellungen: die Reidersche Tafel aus dem fünften Jahrhundert, hier ein Ausschnitt (Foto: Wikipedia/Andreas Praefcke)

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Der Glaube ist etwas Innerliches, das sich kaum in Worte fassen lässt – ein seelischer Schatz jenseits des sprachlich Ausdrückbaren. Damit er aber in das Innere eines Menschen gelangt, muss dieser von ihm gehört haben. Der Glaube kommt aus dem Hören, lautet ein Leitsatz von Martin Luther. Das gilt besonders vom Glauben an die Auferstehung Jesu Christi. Er wurde bezeugt, weitergesagt, verkündigt – von den ersten Zeugen bis heute.

Damit dieser Glaube sich in der Seele eines Menschen einwurzelt, muss er sich zudem mit einem Bild verbinden – es braucht eine ästhetische Gestalt, die das Ungeheuerliche fassbar werden lässt. Wir müssen das Bild des Auferstandenen in uns »hinein-bilden«, lautet ein weiterer Leitsatz Luthers, der kein Freund der christlichen bildenden Kunst war, wohl aber etwas von relig

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