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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2024
Der Inhalt:
Dossier
Leben & Kultur

Kinotipp
Die Dorfbewohner bangen um ihren Wald und ihre Quelle

Der japanische Film »Evil Does Not Exist« ist eine poetische Meditation über die Balance zwischen Zivilisation und Natur.
von Birgit Roschy vom 23.04.2024
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Zuhause im Wald: Der Witwer Takami und seine Tochter im Film »Evil Does Not Exist«.
Zuhause im Wald: Der Witwer Takami und seine Tochter im Film »Evil Does Not Exist«.

Kino. Tokio ist nicht weit weg, doch die kleine japanische Gemeinde Mizubiki scheint auf einem anderen Planeten zu existieren. Die idyllische Lage in den Bergen weckt das Interesse von Investoren, die in der waldigen Gegend ein schickes »Glamping«-Areal realisieren wollen – glamouröses Camping. Zwei unerfahrene PR-Leute stellen auf einer Gemeindeversammlung das Projekt vor, erregen jedoch mächtig Widerspruch. Die Ortsbewohner befürchten, dass durch die geplante Kläranlage die Quelle, aus der die Gemeinde ihr besonders gutes Wasser bezieht, vergiftet wird. Um das wenig durchdachte Vorhaben voranzubringen, versuchen die beiden PR-Leute, den introvertierten Witwer Takami, der Wald und Getier wie seine Westentasche kennt, als »Berater« auf ihre Seite zu ziehen. Dann verschwindet Takamis kleine Tochter, die, wie ihr Vater, mit dem Wald symbiotisch verbunden scheint.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 08/2024 vom 26.04.2024, Seite 71
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Der Film »Evil Does Not Exist« mutet anfangs wie ein Ökothriller an, entwickelt sich dann aber, jenseits gewohnter Gut-Böse-Kategorien, zu einer poetischen Meditation über die prekäre Balance zwischen Zivilisation und einer Natur, die ihren eigenen, brutalen Gesetzen folgt. Mit ihrem sphärischen Soundtrack, den verwunschenen Naturimpressionen und den Porträts von Menschen, die lieber durchs Unterholz streifen als zu reden, ist diese Filmparabel ein echtes Kunstwerk.

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