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Elektroschrott
Missio fordert Pfandpflicht für Handys

»Es geht da nicht nur um Umweltschutz, sondern auch um Menschenrechte.«
vom 15.04.2026
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Das Kreuz aus Messing-Elektroschrott, das Künstler Till-Martin Köster geschaffen hat. (Foto: kna/Harald Oppitz)
Das Kreuz aus Messing-Elektroschrott, das Künstler Till-Martin Köster geschaffen hat. (Foto: kna/Harald Oppitz)

Das katholische Hilfswerk missio Aachen interessiert sich jetzt auch für gebrauchte Handys. Die geschätzt 200 Millionen von ihnen, die nicht mehr genutzt in deutschen Schubladen liegen, könnten den Rohstoffbedarf aller neuen Smartphones der nächsten zehn Jahre decken, schreibt missio. Zusammen mit Partnern aus Ghana appelliert das Hilfswerk an Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD), ein Pfand auf Handys einzuführen. Deutschland müsse endlich die EU-Recycling-Quote erfüllen. Missio-Präsident Dirk Bingener erinnerte an die Gesundheitsgefahren für jene Menschen, die auf afrikanischen Schrotthalden Müll sortieren und nach Rohstoffen suchen müssen. Es gehe da auch um Menschenrechte. Die ghanaische Ordensfrau Mercy Benson sagte: »Je mehr in Deutschland recycelt wird, umso weniger illegale Elektroschrott-Exporte gibt es, die meine Heimat verschmutzen.« Unser Bild zeigt ein Kreuz, das aus dem Messing alter Klimaanlagen von der Halde Agbogbloshie in Ghana gefertigt wurde.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 7/2026 vom 17.04.2026, Seite 39
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