Swetlana Alexijewitsch
Der Tod trägt neue Masken

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Die Nacht des 26. April 1986 ... In einer Nacht gelangten wir an einen neuen Ort der Geschichte. Wir sprangen in eine neue Realität, und diese Realität überstieg nicht nur unser Wissen, sondern auch unsere Einbildungskraft. Irgendwo oben wurden Entscheidungen getroffen, geheime Anweisungen verfasst, Hubschrauber in den Himmel geschickt, unten aber wartete man auf Informationen und hatte Angst, lebte von Gerüchten, doch niemand sprach über das Wichtigste: Was ist eigentlich passiert?
Vermutlich wären wir eher mit einer atomaren Kriegssituation fertig geworden, darauf waren wir vorbereitet. Aber die Katastrophe geschah in einem nichtmilitärischen Atomobjekt, und wir waren doch Kinder unserer Zeit und glaubten, die sowjetischen Atomkraftwerke wären die sichersten der Welt. Das kriegerische Atom, da
Swetlana Alexijewitsch ist eine belarussische Schriftstellerin. 2015 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur. Für ihr Buch »Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft« (Suhrkamp) sammelte sie Stimmen von Überlebenden der Reaktorkatastrophe. Der Text ist ein Auszug aus ihrem Vorwort.




