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Ein unentwegtes Geben

Die Gottesfrage in den Gedichten von Christian Lehnert
von Gotthard Fuchs vom 08.04.2022
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Die Verse des Dichters Christian Lehnert berühren auf eigentümliche und zugleich sehr bezeichnende Weise die Gottessuche der Gegenwart. Dieses »Dasein und Entschweben«, von dem Lehnert spricht, kennt den Schmerz von Verlust und die Erfahrung innigster Nähe. Es bleibt aber keine Leerstelle. Es gibt auch keine Fährte, der man folgen könnte. Vielmehr handelt es sich um einen Riss. Was in Büchners Drama »Dantons Tod« noch auf der Bühne gesprochen wurde, ist längst im Alltagsbewusstsein angekommen: »Das leiseste Zucken des Schmerzes, und rege es sich nur in einem Atom, macht einen Riss in der Schöpfung von oben nach unten.«

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