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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2019
Der Inhalt:

Mehr Gerechtigkeit wagen

Die Abstände zwischen Top-Verdienst und Normaleinkommen sind größer als je zuvor. Kritik daran wird gern als Neid-Debatte abgetan. Doch es geht um viel mehr
von Wolfgang Kessler vom 05.04.2019
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Kritik an Einkommen von Top-Managern, Großaktionären und Spitzensportlern wird gern als Neid-Debatte abgetan. Dabei geht es um viel mehr. Eine wachsende soziale Ungleichheit ist gefährlich. Sie untergräbt die Fundamente einer Gesellschaft, die ohnehin verunsichert und von Zukunftsangst geplagt ist.

So gesehen war 2018 kein gutes Jahr. Die reichste Frau Deutschlands, Susanne Klatten, hat als BMW-Miteigentümerin allein 504 Millionen Euro an Dividende kassiert, ihr Bruder Stefan Quandt sogar 622 Millionen Euro. Der Formel-Eins-Rennfahrer Sebastian Vettel hat 37 Millionen Euro verdient – mehr als 2000-mal den gesetzlichen Mindestlohn. Und die Bezüge der Chefs aller Dax-Konzerne stiegen 2018 um 3,6 Prozent, obwohl die Erträge ihrer Unternehmen insgesamt um 0,1 Prozent gesunken sind. Der reichste unte

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