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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2019
Rebellion der Zukunft
Retten uns die Schüler?
Der Inhalt:

Nachgefragt: Gefährdet Mobilfunk die Gesundheit?

Fragen zum neuen 5G-Standard an Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz

Publik-Forum: Derzeit werden die Lizenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G versteigert. Mit Beginn der Auktion haben Sie angemahnt, es bräuchte Forschung über die gesundheitlichen Folgen der elektromagnetischen Strahlung. Gibt es die etwa nicht?

Inge Paulini: Doch. Die Wirkung elektromagnetischer Strahlung auf den menschlichen Körper ist gut erforscht. Wir haben Grenzwerte, die die Menschen für den gesamten derzeit genutzten Frequenzbereich vor nachgewiesenen gesundheitlichen Wirkungen schützen. Zusätzlich zu den jetzt versteigerten Frequenzen soll 5G in mehreren Jahren aber auch höhere Frequenzbereiche nutzen, weltweit. Vor allem in diesen Bereichen wollen wir die Forschung vorsorglich intensivieren.

Worin unterscheidet sich die 5G-Mobilfunkstrahlung von der bisherigen?

Paulini: Künftig sollen zusätzlich höhere Frequenzen für den Mobilfunk genutzt werden, um mehr Daten schneller übertragen zu können. Bei hohen Frequenzen nimmt die Reichweite ab, man benötigt dann mehr Sender.

Wenn vier Mobilfunkanbieter den Zuschlag für die 5G-Lizenzen bekommen, dann bauen vier Unternehmen parallel ihre Sendemasten aus und setzen neue. Was bedeutet das für die Stadtzentren, wo sich besonders viele Menschen aufhalten?

Paulini: Die Immissionsgrenzwerte – also Werte, die die Strahlung beschreiben, die an jeweils einem Ort vorkommt – gelten immer für die Summe der Beiträge aller Betreiber. Entscheidend ist, dass die Grenzwerte an Orten, an denen sich Menschen aufhalten, eingehalten werden. Tatsächlich ist es so, dass die Grenzwerte selbst in der unmittelbaren Umge