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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2018
Krone der Schöpfung?
Es ist Zeit für eine Grüne Reformation
Der Inhalt:

Vorgespräch: Sie bauen mit Kindern eine Kirche?

von Sandra Hämmerle vom 13.04.2018
In Elkeringhausen im Sauerland bauen Familien ein Gotteshaus. Fragen an den Mitveranstalter Stefan Tausch

Publik-Forum: Herr Tausch, im Bildungshaus St. Bonifatius Elkeringhausen bieten Sie jetzt ein Bauprojekt für Familien an: »Kommt, wir bauen ein Gotteshaus«. Nehmen die Kinder da tatsächlich Hammer und Nägel in die Hand?

Stefan Tausch: Ja, aber ganz nach ihren Möglichkeiten. Manche sind erst in der Grundschule, andere kurz vor dem Abitur, auch die Eltern packen mit an. Dabei werden sie von Fachleuten begleitet und mit Werkzeug ausgerüstet.

Warum machen Sie das?

Tausch: Wir wollen das Leben und den Glauben ganz praktisch zusammenbringen. Vor allem die Lebensgeschichte von Franz von Assisi hat uns zu diesem Projekt inspiriert: Denn der Überlieferung nach hörte Franz von Assisi die Stimme Christi, die ihn beauftragte: »Baue meine Kirche wieder auf.« Er nahm das wörtlich und restaurierte die kleine verfallene Kapelle San Damiano, in der Nähe von Assisi.

Wie läuft das Projekt ab?

Tausch: Es besteht aus drei separaten Kursen, die man einzeln oder allesamt belegen kann. In der ersten Woche bauen wir jetzt vom 9. bis 13. Mai 2018 das Gotteshaus. Dabei geht es um die Frage: »Was ist das Fundament meines Glaubens?« In der zweiten Woche, die dann im August stattfindet, gestalten wir Innenraum und Außengelände und verbinden das mit der Frage: »Wie gestalte ich meinen Glauben? Was und wie glaube und lebe ich?« Die dritte Woche ist für August 2019 geplant: Da fahren wir zusammen nach Assisi und suchen nach den Spuren von Franz und unserer eigenen Glaubenserfahrung. Wir verfolgen ein ganzheitliches Familienkonzept, wo Erlebnispädagogik und Spiritualität zusammenfließen, bei dem man sich in der Natur befindet und ins Gespräch kommt.

Franz von Assisi war ein sehr radikaler Christ. Taugt er heute noch als Vorbild?

Tausch: Er war radikal und leidenschaftlich, ja, einen weichgespülten Glauben gab es bei ihm nicht. Aber dabei war er nicht ausgrenzend oder verletzend. Wir können auch heute in der Kirche einiges von ihm lernen. Zum Beispiel, dass Umwege im Leben dazugehören. Aber auch von seiner Liebe zur Natur, der Kraft, die er in der Gemeinschaft gefunden hat, und der Zufriedenheit mit einem einfachen Leben. Er hat die Liebe gelebt und das Leben geliebt.

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