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»Du hast Würde«

Sexarbeiterinnen in Kenia: Sie führen einen zähen Kampf gegen Polizeigewalt, extreme Ausbeutung und Hungersnot – doch manchmal ereignet sich eine Auferstehung im Leben. Ein Besuch in Mombasa
von Elisabeth Zoll , Thomas Seiterich vom 24.03.2017
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Grace Odembo Nanga ist eine Befreiungskämpferin mit Ungeduld. Ein gelbes Tuktuk, ein Dreirad-Zweitakter, soll uns nach Changamwe, zum Slum am Containerhafen der ostafrikanischen Wirtschaftsmetropole Mombasa bringen. Ihre pinkfarben gefasste Strickweste leuchtet auf ihrer schwarzen Haut. Grace scheint die brütende Mittagshitze in der staubigen Großstadt nicht zu spüren. Gedankenverloren zupft sie sich ihr farbenfrohes Kleid zurecht. »Heute weiß niemand mehr, womit ich früher mein Geld verdiente«, sagt die 46-Jährige. Grace war Sexarbeiterin, in jungen Jahren. Eine von vielen Tausenden in Kenia. Dazu noch eine, wie sie erzählt, »ziemlich coole«. Nacht für Nacht diente sie sich in Bars Männern an, Afrikanern, Arabern, auch weißen Touristen. Doch die suchen ein sexuelles Abenteuer meist in den Clubs am Meer. »

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