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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2018
Der Inhalt:

Sozialprotokoll
»Ich habe ein Ohr für Klänge«

Der US-Amerikaner John Barr (71) wollte nicht in den Vietnamkrieg ziehen und kämpft nun für Dorforgeln in Brandenburg
von Josefine Janert vom 09.03.2018
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Als junger Mann sollte ich Mitte der 1960er-Jahre in den Vietnamkrieg eingezogen werden, so wie viele meiner Altersgenossen in den USA. Ich studierte damals Germanistik, erst an der University of California in Berkeley, dann über ein Austauschprogramm in Göttingen. Jeden Tag rechnete ich mit meiner Einberufung. Doch für mich stand fest: Ich schieße nicht auf Menschen. Weil ich gehört hatte, dass Schweden Amerikaner aufnahm, die sich dem Krieg verweigerten, fing ich an, Schwedisch zu lernen. Das Konsulat schickte mir Unterlagen zu, sogar eine Übersicht, wie viel staatliche Unterstützung ich am Anfang kriegen sollte. Doch es kam anders. Mein Antrag auf Befreiung vom Kriegsdienst aus ethischen Gründen wurde bewilligt. In dem Komitee, das darüber entschied, saß zufällig ein General, der meiner He

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