Ausflüge an den Rand der Sprache
Der dichtende Pastor – so wird Christian Lehnert oft genannt. Eine Beschreibung, die hängen bleibt – kurz und prägnant. Er selbst ist darüber nicht glücklich. »Es amüsiert mich ein bisschen. Aber es nervt mich auch, weil diese Zuschreibung die Wahrnehmung verengt und einen falschen Fokus setzt.« Das Religiöse an seiner Lyrik lässt sich selten eindeutig festmachen, geistliche Themen sind eher rar. »Ich schreibe über so vieles – über Insekten, über Pflanzen, über die Natur im Allgemeinen. Und selbst wenn man meine Texte als geistliche Lyrik bezeichnen möchte, heißt das ja nicht, dass sie kirchlich en vogue sind. Deshalb finde ich diese Bezeichnung problematisch, auch weil ich da schnell unter Ideologieverdacht gerate.«
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