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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2020
Populisten
Warum sie gewählt werden
Der Inhalt:

Die angebliche Notlage des Kleinbürgers

von Christoph Butterwegge vom 31.01.2020
Oben die »korrupten Eliten«, unten »die Faulen« – der Rechtspopulismus konstruiert eine Mittelschichtsideologie
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In mehreren Ländern Ostmitteleuropas, aber auch Nord- und Südamerikas üben Rechtspopulisten mittlerweile die Regierungsgewalt aus, und auch in Westeuropa befinden sich ihre Gesinnungsgenossen auf dem Vormarsch. Den gesellschaftlichen Hintergrund für diese Erfolge bilden Krisenerfahrungen, die im Finanzmarktkapitalismus, in Globalisierungsprozessen und in sozioökonomischen Polarisierungstendenzen wurzeln.

Dass sich die meisten Gesellschaften verstärkt in Arm und Reich spalten, ist kein unsozialer Kollateralschaden der Globalisierung, sondern auf die Hegemonie, das heißt, die öffentliche Meinungsführerschaft des Neoliberalismus und von ihm beeinflusste Reformen zurückzuführen: Durch die Deregulierung des Arbeitsmarktes, die Demontage des Wohlfahrtsstaates sowie eine Steuerpolitik zugunsten von Spi