Poesie und Widerstand
Ein Gedicht ist wie ein Zuhause

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Mit Schwung schreibt der Professor die Worte in Farsi-Buchstaben an die Tafel. Übersetzt heißt der Satz: »Wonach auch immer wir suchen, es ist bereits in uns.« Ich sitze im Unterricht am Sprachinstitut der Uni Teheran und studiere das Masnawi. Das ist ein sechsbändiges Lehrgedicht des weltweit verehrten Sufi-Dichters Rumi und besteht aus 25 000 Versen. Es gilt als zentrales Werk der islamischen Mystik.
Gemeinsam mit Kommilitonen aus Korea, Italien und den USA versuche ich mich an den Versen von Rumi. Rhythmus, Betonung und Aussprache eines Rumi-Gedichts zu treffen, das habe ich schnell gemerkt, ist nicht nur Sprachunterricht, sondern auch spirituelle Praxis. Die Farsi-Worte, die ich etwas wackelig von der Tafel abgeschrieben habe, hallen in mir nach und ich merke, dass sich mein Atem verlangsamt
Marian Brehmer wandelte auf den Spuren von Rumi, um Sufi-Traditionen zu erkunden. Davon erzählt er in seinem Buch »Der Schatz unter den Ruinen. Meine Reisen mit Rumi zu den Quellen der Weisheit« (Herder).




