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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2020
Der Inhalt:
Dossier

Zehntausende sind in Mexiko verschwunden

vom 17.01.2020
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Schon die bisher geschätzte Zahl der in Mexiko vermissten Menschen ist unvorstellbar hoch: Von 40 000 Menschen war die Rede. Die nun veröffentlichte Zahl der Regierung ist ungleich höher: Es herrscht Unklarheit über den Verbleib von 60 000 Menschen. Die meisten dürften einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein. Erfasst sind angeblich alle Fälle seit 1964, als die Behörden mit der Registrierung begannen. Allein im vergangenen Jahr wurden in Mexiko nach Regierungsangaben mehr als 31 000 Menschen getötet. Für die meisten Morde werden Drogenkartelle und andere Banden des organisierten Verbrechens verantwortlich gemacht, aber auch Polizisten. Der offiziellen Statistik zufolge sind 53 Prozent der 61 637 Verschwundenen zwischen 15 und 35 Jahre alt. Die meisten verschwanden, nachdem Präsident Felipe Calderón 2006 den Drogenkartellen den Krieg erklärte. Mexikos neuer linksgerichteter Präsident Andrés Manuel López Obrador versprach den Angehörigen, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch gegen das Justizversagen und die Korruption in den Reihen der Sicherheitskräfte konnte auch er bislang nichts ausrichten.

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