Landwirtschaft und Klima
Wenn es den Maiglöckchen zu warm wird

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Wer mit dem Hamburger Linienbus 124 in die Vier- und Marschlande fährt, erblickt schon beim Aussteigen blühende Landschaften. Das Haltestellenhäuschen Achterdiekbrücke ist von oben bis unten bemalt: hellblauer Himmel, darunter sattgrüne Blätter und weiße, hängende Blütenglöckchen. »Maiblumen aus Vierlanden«, steht daneben, »Convallaria majalis«.
Geht man ein paar Schritte den Vierländer Eisenbahndamm hoch und biegt linker Hand ab, läuft man geradewegs auf die Gärtnerei von Markus Moka zu. Seine Felder hätten für das Bushäuschen Modell stehen können. Das Marschland, einst der Elbe abgerungen, bietet mit seinem sandigen Boden ideale Bedingungen für Mokas Maiglöckchenzucht. Zumindest war das so, als Mokas Vater den Betrieb führte und davor dessen Vater. Doch bleibt das so, wenn das Klima sich wande
Markus Wanzeck ist Mitglied der Reportervereinigung Zeitenspiegel und Redakteur beim Umweltmagazin atmo.





Gerhard Weyers 13.03.2026:
Obwohl der Artikel insgesamt recht sachlich gehalten ist, bestätigt er einen Teil der Vorurteile, die man als Praktiker hat, wenn Vertreter des akademischen Bürgertums über Naturschutz oder Landwirtschaft reden oder schreiben. Das geht mitunter bis hin zur Angstmacherei. Weshalb muss gleich in der Überschrift von Klimakrise geredet werden? Das sachliche Wort Klimawandel hätte völlig genügt. Wenn Sie schauen, an welchen Standorten das Maiglöckchen draußen ohne gärtnerische Kultur wächst, dann können Sie gut erkennen, dass die meisten Standorte in der Landschaft relativ warm, vor allem sommerwarm sind. Das Maiglöckchen ist somit durchaus wärmeliebend und hat in vielen Gebieten vom Klimawandel profitiert. Doch das kommt in dem Artikel nicht zur Sprache. Klimawandel, das muss negativ sein und zumindest ein kleines bisschen Angst machen. Im Artikel steht an keiner Stelle, wie sehr das Alte Land und die meisten Gärtner und Bauern dort bisher vom Klimawandel profitiert haben. Beispiel Obst: Aufgrund der viel längeren Vegetationszeit und aufgrund des stark angestiegenen CO2-Gehalts in der Luft haben sich die Erträge deutlich erhöht und die Auswahl bei den kulturfähigen Obstarten und -sorten hat sich stark erweitert. Weshalb muss ein Klimawandel immer zur »Klimakrise« werden? Weshalb kann man das Urteilen und Bewerten nicht den Leserinnen und Lesern beziehungsweise den Betroffenen überlassen?