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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2022
Der Inhalt:

32 Jahre Wiedervereinigung
Heimatbetroffen

Unser Autor stammt aus Sachsen. Dort erlebt er eine Restgesellschaft, die auch 32 Jahre nach der Wiedervereinigung zahlen- und gefühlsmäßig abgehängt bleibt. Trotzdem hofft er weiter auf einen Neuanfang.
von Cornelius Pollmer vom 03.10.2022
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Vor der Leere: Auch Städten wie Zittau droht die Verödung (Foto: pa/Peter Zimmermann)
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Seit einer Weile spukt ein neues Wort durch meinen Kopf. Es hält sich dort so hartnäckig, wie sonst nur fieseste Ohrwürmer sich halten können oder ausgewählte Momente der jüngeren Sportgeschichte. Dieses Wort spukt also herum zwischen der Beatles-Liedzeile »... all my troubles seemed so faaaar away!« und dem heiseren Sportreporter Tom Bartels vom Weltmeisterschaftsfinale gegen Argentinien damals, 2014, in Rio (»Mach ihn! Mach ihn! Er macht ihn!«). Wobei der Wortwurm in diesem Fall eher ein Wortwürmchen ist – denn die gesuchte Vokabel, sie lautet: heimatbetroffen.

Ich bin heimatbetroffen, und ich finde, dass dieses Wort am besten all jene Spektralfarben beschreibt, die das Licht der Welt enthält, wenn man es in Ostdeutschland erblickt und dort sogar in Sachsen. Ganz besonders in diesem Sachsen, d

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Gerburg Brückner 21.10.2022:
Im Artikel von Cornelius Pollmer ist die Rede von der »ehemaligen DDR«. Was ist die heutige? Bezeichnend ist die Titelseite: Der Osten fühlt anders als der Westen, heißt es da. Der Westen ist also der Maßstab. Warum formulieren Sie das nicht umgekehrt?

Heike Schorcht 21.10.2022:
Ich wünsche mir von der Redaktion mehr sprachliche Sensibilität. Der Untertitel zu »Uneins« – »Der Osten Deutschlands lebt, denkt und fühlt noch immer anders als der Westen« transportiert doch eine Haltung, die sagt: »Lebt, denkt und fühlt doch endlich mal wie wir, dann kann man von Einheit sprechen.« Wechseln wir die Perspektive: »Der Westen Deutschlands lebt, denkt und fühlt noch immer anders als der Osten«. Wie klingt das in westdeutschen Ohren?

Gundula Engstner 21.10.2022:
Es ist gut so, dass der »Osten« Deutschlands noch anders denkt. Damit wir westlich der alten DDR-Grenze wachwerden und aus dem »Das-haben-wir-immer-schon-so-gemacht-seit-Adenauers-Zeiten«-Schlendrian rauskommen.

Helmut Krüger 21.10.2022:
Ostdeutschland hat trotz Ausrufens einer neuen Gesellschaft weit mehr historische Schätze bewahrt als der so verstandene freiheitliche Teil, der im Zuge seiner Baupolitik in den 1960er- und 1970er-Jahren Städte oftmals bis zur Austauschbarkeit gebracht hat. Die Orte im Osten sind inzwischen renoviert, restauriert, rekonstruiert. Doch nach wie vor sind sie in den zumeist ländlichen Gegenden blutarm und leergezogen, weil nicht überlieferte Kultur, sondern eine brummende Wirtschaft den Ausschlag gibt.

Helmut Stephan 21.10.2022:
Was ich vermisse, sind folgende Fakten: Der Großteil der in der DDR lebenden Bevölkerung hat sich wegen der harten Depressionen nach dem Mauerbau in sein Privatleben zurückgezogen und arrangiert. Das Aufbegehren gegen das Regime und der Beginn der »Wende« ging von Sachsen aus. Was den Gewinn an Freiheit bei Teilen der Bevölkerung schnell konterkarierte. Die Sachsen haben den Kopf nicht in den Sand gesteckt, sondern die vielen dankbar angenommenen Transferleistungen in »blühende« Landschaften umgesetzt.

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