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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2020
Der Statthalter
Die Macht des Rainer Maria Woelki
Der Inhalt:

Spaltpilz Corona

von Ulrike Scheffer vom 08.10.2020
Die Zahl der Covid-19-Infektionen steigt wieder. Aber ist das wirklich ein Problem? Haben die Zweifler vielleicht doch recht und die Pandemie wird von Politikern und Medien aufgebauscht? Ein Faktencheck
Demonstranten in Berlin klagen Politiker und Virologen an (Foto: PA/Geissler Photopress/Christoph Hardt)
Demonstranten in Berlin klagen Politiker und Virologen an (Foto: PA/Geissler Photopress/Christoph Hardt)

Plötzlich ist sie wieder da, die Angst vor Corona. Doch mit den Nachrichten über steigende Infektionszahlen werden auch die Rufe jener lauter, die sich gegen die verhängten Schutzmaßnahmen wehren. Sie halten die Vorsicht für übertrieben. Manche meinen sogar, dass eine gemeingefährliche politische und wirtschaftliche Elite Corona nur erfunden hat, um ihre Macht auszubauen und Bürger niederzuhalten. Doch auch Menschen, die die Existenz des Virus nicht leugnen, zweifeln, ob das Infektionsgeschehen drastische Beschränkungen des öffentlichen Lebens rechtfertigt. Haben die Kritiker der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 vielleicht doch in einigen Punkten recht?

Ist Covid-19 weniger gefährlich als von der Politik und Wissenschaftlern behauptet?

Zu den bekanntesten Stimmen der Corona-Skeptiker gehört Sucharit Bhakdi, ein Mikrobiologe und Infektionsepidemiologe, der früher an der Universität in Mainz lehrte. Bhakdis Buch »Corona Fehlalarm?«, das er mit seiner Ehefrau Karina Reiss geschrieben hat, ist eine Art Bibel der Corona-Zweifler. Es wurde zum Bestseller.

Die Argumentationskette der Autoren ist einfach: Das Virus Sars-Cov-II gefährde vor allem ältere Menschen mit Vorerkrankungen, die Zahl der tödlichen Verläufe sei vergleichbar mit saisonalen Grippeausbrüchen. Dabei unterscheidet sich Covid-19 aber doch in Vielem von einer saisonalen Grippewelle. Und diese Aspekte blenden Bhakdi und Reiss schlicht aus. Beispielsweise können sich Risikogruppen und Krankenhauspersonal gegen eine »normale« Grippe impfen lassen, während eine Impfung gegen das neue Coronavirus noch nicht existiert. Und überhaupt, was soll man da

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Georg Lechner
10.10.202015:26
Der wesentliche Grund für die dramatische Lage in Italien und New York war meines Erachtens der fehlende Zugang zu einem staatlichen Gesundheitssystem, sodass sich die Ansteckungen ohne Erfassung stark ausbreiteten (etwa unter den Schwarzarbeitern in der italienischen Textilindustrie; in den USA bei den Arbeitslosen, da dort der Zugang zum Gesundheitssystem an die Beschäftigung gebunden ist). In kleinerem Maßstab zeigte sich eine ähnliche Problematik auch in Mitteleuropa (Tönnies; Leiharbeiter in den Paketlogistikzentralen in Ö.).
Mit den Reiserückkehrern stieg die Zahl der Infektionen, sodass es jetzt leichter zu Infektionen am Arbeitsplatz kommt, die dann in das familiäre Umfeld weitergetragen werden. Meines Erachtens spielen dabei die Umluftanlagen eine bisher zu wenig beachtete Rolle, indem sie (infektiöse) Tröpfchen länger in Schwebe halten und auch in andere Räume tragen.