Zur mobilen Webseite zurückkehren

Tricia Tuttle

Die Berlinale-Chefin weist Zensurvorwürfe beim Thema Gaza und Israel zurück.
vom 22.02.2026
Artikel vorlesen lassen
Tricia Tuttle. (Foto: PA/epd-bild/Rolf Zöllner)
Tricia Tuttle. (Foto: PA/epd-bild/Rolf Zöllner)

Tricia Tuttle, Chefin des Film-Festivals Berlinale, hat Zensurvorwürfe zurückgewiesen. Es stimme nicht, dass das Festival Filmemacher »zum Schweigen gebracht« und unter Druck gesetzt hätte, sagte Tuttle. Das Branchenblatt »Variety« hatte einen offenen Brief von Filmschaffenden veröffentlicht, die der Berlinale eine mangelnde Positionierung im Gaza-Krieg vorwerfen – man sei entsetzt über das »institutionelle Schweigen der Berlinale zum Völkermord an den Palästinensern«. Tuttle sagte, sie sei zutiefst betroffen über den Verlust von Menschenleben in der Zivilbevölkerung. »Ich fordere Israel nachdrücklich auf, sich an das Völkerrecht zu halten«, erklärte sie. Aber dies sei »keine Angelegenheit, deren Komplexität und Sensibilität man in einem kurzen Statement vermitteln kann«. Der Regisseur Abdallah Alkhatib, der für das beste Spielfilmdebüt ausgezeichnet wurde, bezeichnete in seiner Dankesrede die Bundesregierung als »Partner des Völkermordes in Gaza«. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) verließ daraufhin aus Protest die Veranstaltung. Solche Aussagen seien inakzeptabel, sagte er.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 4/2026 vom 27.02.2026, Seite 6
Gottes Geschenk?
Gottes Geschenk?
Das Christentum, die Liebe und der Sex
4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper
Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung (Öffnet in einem neuen Tab).

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette (Öffnet in einem neuen Tab).

Georg Lechner 24.02.2026, 17:41 Uhr:
Appelle an eine populistische Regierung (wie gerade auch die israelische, neben leider vielen anderen) werden kaltlächelnd ignoriert. Da braucht es schon deutliche Worte der Kritik - mit Verweis auf den Bruch internationaler Abkommen (resultierend etwa aus der UNO- Mitgliedschaft). Auch ein Minister Schneider sollte der Realität ins Auge blicken.

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0