Tricia Tuttle

Tricia Tuttle, Chefin des Film-Festivals Berlinale, hat Zensurvorwürfe zurückgewiesen. Es stimme nicht, dass das Festival Filmemacher »zum Schweigen gebracht« und unter Druck gesetzt hätte, sagte Tuttle. Das Branchenblatt »Variety« hatte einen offenen Brief von Filmschaffenden veröffentlicht, die der Berlinale eine mangelnde Positionierung im Gaza-Krieg vorwerfen – man sei entsetzt über das »institutionelle Schweigen der Berlinale zum Völkermord an den Palästinensern«. Tuttle sagte, sie sei zutiefst betroffen über den Verlust von Menschenleben in der Zivilbevölkerung. »Ich fordere Israel nachdrücklich auf, sich an das Völkerrecht zu halten«, erklärte sie. Aber dies sei »keine Angelegenheit, deren Komplexität und Sensibilität man in einem kurzen Statement vermitteln kann«. Der Regisseur Abdallah Alkhatib, der für das beste Spielfilmdebüt ausgezeichnet wurde, bezeichnete in seiner Dankesrede die Bundesregierung als »Partner des Völkermordes in Gaza«. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) verließ daraufhin aus Protest die Veranstaltung. Solche Aussagen seien inakzeptabel, sagte er.




Personen und Konflikte
Georg Lechner 24.02.2026, 17:41 Uhr:
Appelle an eine populistische Regierung (wie gerade auch die israelische, neben leider vielen anderen) werden kaltlächelnd ignoriert. Da braucht es schon deutliche Worte der Kritik - mit Verweis auf den Bruch internationaler Abkommen (resultierend etwa aus der UNO- Mitgliedschaft). Auch ein Minister Schneider sollte der Realität ins Auge blicken.