Henner Gädtke

Henner Gädtke, Vorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), ist gegen pauschale Verbote für Kinder und Jugendliche bei der Nutzung von Handys und Socal Media. Diese würden dazu führen, »dass junge Menschen von gesellschaftlicher und demokratischer Teilhabe ausgeschlossen werden«, sagte Gädtke. Stattdessen brauche es einen kinderrechtsbasierten Ansatz, »der Schutz, Befähigung und Teilhabe gemeinsam in den Blick nimmt«. Der BDKJ-Bundesvorsitzende forderte »wirksame politische Rahmenbedingungen, die Plattformen in die Pflicht nehmen und junge Menschen stärken«. Dazu gehörten altersgerechte Voreinstellungen, weniger manipulative Mechanismen und klare Schutzstandards. Außerdem müssten junge Menschen verbindlich an politischen Entscheidungen über digitale Räume beteiligt werden. »Wenn über Regeln für ihre Lebenswelt entschieden wird, müssen sie mitreden können«, so der Jugenddachverband.
Die CDU hatte sich auf ihrem Bundesparteitag in Stuttgart für Handyverbotszonen an Schulen und ein Social Media-Verbot für Kinder bis 14 Jahre ausgesprochen. Auch die SPD befürwortet einen solchen Schritt.




Personen und Konflikte
Georg Lechner 24.02.2026, 17:04 Uhr:
Nicht nur Kinder sollen geschützt werden (wenn auch diese besonders), darum stellt sich die Frage: Wer hängt der Katze die Schelle um (nimmt den Kampf mit den milliardenschweren Datenkraken auf)?
Letztlich wird die EU nicht um die Etablierung eigener Plattformen und Datensysteme herumkommen, denn die CIA hat Zugriff auf Alphabet, Meta und Co. Auch hierfür müsste sie sich (wie für faire Handelsbeziehungen) vom Dogma des Konkurrenzprinzips verabschieden.