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Sarah Mullally

Der Widerstand gegen die neue Erzbischöfin von Canterbury wächst. Stehen die Anglikaner in Afrika vor einem Schisma?
vom 04.03.2026
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Erzbischöfin Sarah Mullally (Foto: pa/Anadolu)
Erzbischöfin Sarah Mullally (Foto: pa/Anadolu)

Sarah Mullally, neue Erzbischöfin von Canterbury und oberste geistliche Instanz der Anglikanischen Weltgemeinschaft, erfährt immer mehr Widerstand aus traditionalistischen Kreisen – weil sie eine Frau ist. In afrikanischen Provinzen spricht man sogar schon von einer Kirchenspaltung. Dort planten Mitgliedsbischöfe der konservativen Global Anglican Future Conference (Gafcon), die Wahl eines eigenen Kirchenoberhaupts, berichtet die BBC. Zwar weiht die Anglikanische Kirche bereits seit 1994 Frauen zu Priesterinnen, es gibt im britischen Mutterland auch Bischöfinnen, aber der Widerstand dagegen ist in konservativen Kreisen ungebrochen, nicht nur in Afrika. Bischöfe haben und nutzen bis heute das Recht, Frauen die Ordination zu verweigern. Auch wird der 64–jährigen Theologin Mullally angelastet, dass sie die Segnung homosexueller Paare befürwortet, und dass sie als Bischöfin von London bisher keine gute Figur bei der Aufklärung von sexuellem Missbrauch gemacht habe. Nach der formellen Bestätigung ihrer Wahl Ende Januar soll Mullally Mitte März nun auch ganz zeremoniell in ihre geistliche Vollmacht eingesetzt werden.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 5/2026 vom 13.03.2026, Seite 7
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