Zur mobilen Webseite zurückkehren

Pietro Parolin

Der Chefdiplomat des Papstes kritisiert den Iran-Krieg aufs Schärfste: Raketen und Bomben führten zu keiner Lösung.
vom 08.03.2026
Artikel vorlesen lassen
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin (Foto: pa/abaca)
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin (Foto: pa/abaca)

Pietro Parolin, als Kardinalsekretär der »Chefdiplomat« des Papstes, hat den Krieg der USA und Israels gegen Iran aufs Schärfste kritisiert. Gewalt dürfe laut UN-Charta nur als letztes Mittel und nach Ausschöpfung aller politischen und diplomatischen Instrumente. »Würde den Staaten das Recht auf einen Präventivkrieg nach eigenen Kriterien und ohne überstaatlichen Rechtsrahmen zuerkannt, dann drohte die ganze Welt in Flammen zu stehen.« Papst Leo XIV. sehe die Welt an einem »irreparablen Abgrund«. Parolin kritisierte weiter, aus »gewachsenem Appetit für eigene Interessen« werde das gesamte Gefüge des internationalen Rechts »infrage gestellt und schrittweise beiseitegeschoben«. Die »multilaterale Diplomatie« stehe in einer tiefen Krise, »unter anderem wegen des Misstrauens, das viele Staaten gegenüber rechtlichen Bindungen hegen«. Aus Machtwillen, so Parolin, strebe man danach, »anderen die eigene Ordnung aufzuzwingen«; auf gefährliche Weise setze sich das »Recht der Stärke«, sowie ein »Primat der Macht und der Selbstbezogenheit« durch. »Zugleich kann man sich fragen, ob die Lösung [der Probleme im und mit Iran] durch Raketen und Bomben kommen kann.«

4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper
Schlagwort: Pietro Parolin
Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung (Öffnet in einem neuen Tab).

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette (Öffnet in einem neuen Tab).
Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0