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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2020
Der Gott von gestern
Warum die Kirchen in der Krise sprachlos sind
Der Inhalt:
Nachgefragt

Rassismus bei der Polizei?

von Britta Baas vom 15.07.2020
Was tun, wenn die interne Kontrolle nicht funktioniert, der Korpsgeist aber schon? Fragen an Thomas Wüppesahl von den Kritischen Polizisten
Thomas Wüppesahl: »Wenn unsere Leute erlebten, dass ihr Fehlverhalten Sanktionen zur Folge hätte, bräuchte es ein, zwei Jahre, dann würde sich schon deshalb ihr Verhalten auf der Straße und bei Ermittlungen verändern.« (Foto: Bühler)
Thomas Wüppesahl: »Wenn unsere Leute erlebten, dass ihr Fehlverhalten Sanktionen zur Folge hätte, bräuchte es ein, zwei Jahre, dann würde sich schon deshalb ihr Verhalten auf der Straße und bei Ermittlungen verändern.« (Foto: Bühler)

Publik-Forum: Herr Wüppesahl, sehen kritische Polizisten die Polizei in der Krise?

Thomas Wüppesahl: Ja. Unser Berufsverband hat sich 1987 gegründet, um die Polizei besser zu machen. Damals gab es eine zivilgesellschaftlich hinlänglich brauchbare Polizei in Deutschland. Sie war auf einem guten Weg, noch besser zu werden. Davon ist nichts mehr zu sehen. Die Ausrüstung wird immer militärischer, die Eingriffsbefugnis setzt bereits bei geringfügigsten Vorkommnissen ein, das Selbstverständnis ist oft autoritär. Mich überrascht es nicht, dass die Polizei nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd in den USA auch in Deutschland mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert wird.

In einer umstrittenen taz-Kolumne schickte die Autorin »250 000« Polizisten auf die Mülldeponie.

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