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Daniel Thym

Sollen nun hunderttausende Syrer zurück in ihre Heimat? Der Konstanzer Migrationsforscher hält das für unrealistisch.
vom 01.04.2026
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Daniel Thym plädiert für Anreize statt Zwang, damit Geflüchtete nach Syrien zurückkehren. (Foto: pa/Oliver Berg)
Daniel Thym plädiert für Anreize statt Zwang, damit Geflüchtete nach Syrien zurückkehren. (Foto: pa/Oliver Berg)

Daniel Thym, Migrationsforscher aus Konstanz, hält eine massenhafte zwangsweise Rückkehr Geflüchteter nach Syrien für kaum umsetzbar, wie sie Bundeskanzler Friedrich Merz nach einem Treffen mit Syriens Machthaber Ahmed al-Scharaa ins Gespräch gebracht hat. Zwar sei der Bürgerkrieg in Syrien weitgehend vorbei, doch müsse in jedem Einzelfall geprüft werden, ob Rückkehr zumutbar sei und ob grundlegende Versorgung gesichert sei, sagte Thym dem ZDF. Zudem drohten hunderttausende Klagen, wenn massenhaft der Schutzstatus widerrufen werde. Die ohnehin überlasteten Verwaltungsgerichte könnten so lahmgelegt werden. Selbst bei großen Anstrengungen seien nur einige tausend Abschiebungen pro Jahr realistisch. Die Mehrheit der Syrer werde in Deutschland bleiben – teils aus rechtlichen Gründen, teils weil der Staat Abschiebungen organisatorisch nicht in größerem Umfang leisten könne. Thym plädierte daher für eine Gesamtstrategie, die klare Bleiberechte und stärkere Anreize für freiwillige Rückkehr kombinierten.

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