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Barbara Massing

Die Intendantin der Deutschen Welle ist für mehr Sichtbarkeit der Religionen in den Medien: Es diene dem Verständnis von Kulturen.
vom 07.09.2026 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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(Foto: pa/Annette Riedl)
(Foto: pa/Annette Riedl)

Barbara Massing, seit vergangenem Jahr Intendantin der Deutschen Welle, hat sich für eine tiefere Berichterstattung der Medien über religiöse Fragen ausgesprochen. Der »Herder-Korrespondenz« sagte Massing: »Religionen spielen eine zentrale Rolle, denn sie prägen Gesellschaften, Identitäten und politische Debatten weltweit. Gleichzeitig werden sie in der öffentlichen Wahrnehmung oft vor allem mit Krisen und Konflikten verbunden. Das greift zu kurz.«

Religion, so Massing weiter, sei für viele Menschen weit mehr als eine Glaubensfrage: »Sie prägt Werte, Traditionen, Feste, gesellschaftliche Normen und häufig auch politische Debatten. Wer eine Kultur verstehen will, sollte deshalb ein grundlegendes Verständnis ihrer religiösen Prägungen haben.«

Nach Ansicht Massings können unabhängige Medien daran mitwirken, »Verständnis zu fördern, unterschiedliche Stimmen sichtbar zu machen und den Dialog über religiöse und kulturelle Grenzen hinweg offenzuhalten«. Massing möchte Religionsgemeinschaften ermutigen, »neben ihrer Öffentlichkeitsarbeit in klassischen Medien oder den sozialen Netzwerken ergänzend den Austausch in Formaten zu suchen, die Dialog – auchKontroversen – ermöglichen und Perspektiven zusammenbringen.« Solche Plattformen könnten dazu beitragen, Anliegen von Religionsgemeinschaften einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, kritischen Fragen zu begegnen und gesellschaftliche Debatten konstruktiv mitzugestalten.

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