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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2022
Der Inhalt:

Kolumne von Anne Lemhöfer
Haarschnitte als Zeitdokumente

Wahrscheinlich werden sich die bislang zwei Corona-Jahre in die Frisuren-Weltgeschichte einfräsen, meint unsere Kolumnistin.
vom 11.02.2022
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War schonmal im 19. Jahrhundert in England in: Der »frightened owl« Haarschnitt, der Männer wie zerzauste Vögel aussahen ließ (Foto: istockphoto/feedough)
War schonmal im 19. Jahrhundert in England in: Der »frightened owl« Haarschnitt, der Männer wie zerzauste Vögel aussahen ließ (Foto: istockphoto/feedough)
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Wir können wieder zum Friseur gehen. Jedenfalls theoretisch. Falls wir nicht gerade in Quarantäne sind, die halbe Klasse des Kindes an Corona erkrankt ist oder wir einen Schnupfen im Anflug wähnen. Ein Friseurbesuch ist ja ziemlich intim und mit viel Nähe verbunden. Das Gute ist: Weil alle derzeit nicht so perfekt gestriegelt herumlaufen, sind Haare ein wunderbares Gesprächsthema, falls der Impfstatus und die nervende Schwurbler-Nachbarin schon abgearbeitet sind. Denn Haare hat ja fast jeder. Gibt es irgendetwas Spannenderes als Frisur-Biografien? Haarschnitte sind ja Zeitdokumente, sie vereinen Generationen. Ein warmes Gefühl von Identität überkommt mich als (Klein-)Kind der späten 1970er-Jahre zum Beispiel, wenn ich mich im Fotoalbum mit Blumentopf-Frise am Nordseestrand buddeln sehe, genau wie meinen Bruder und sämtl

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Schlagwort: Identität
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