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Die Schäferin von Sylt

Uta Wree wird bestaunt und fotografiert. doch was hilft es ihr, wenn alle sie gern haben, aber niemand etwas dafür tut, damit ihr Berufsstand erhalten bleibt?
von Andrea Jeska vom 26.11.2020
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Nach vier Stunden Gras-und-Kartoffelrosen-Fressorgie ist selbst die wilde Hilde so müde, dass sie freiwillig kuscheln kommt. Es ist mehr ein Drängeln und Schubsen als eine Liebkosung, aber immerhin. Die wilde Hilde hat ihren Namen schließlich nicht umsonst, sie stammt von den Wikingern ab. Zumindest von deren Tieren. Hilde ist ein Fjordlandschaf, ein, nach einem Morgen voller Fresslust, nunmehr kugelrundes Etwas mit Wolle, so dick, man könnte darin ein paar Kleintiere verstecken. Viele Jahre hat Hilde gebraucht, bis sie bereit war, sich diese Wolle kraulen zu lassen. »Am liebsten hinten am Rücken«, sagt Uta Wree, die es wissen muss, denn sie kennt das Schaf, seit es auf die Welt kam.

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