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Unterm Brennglas ...
Die Kinder von Gaza

von Florian Zollmann vom 29.11.2018
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Am 28. Oktober 2018 wurden drei palästinensische Jungen an der Grenze des Gazastreifens von einem israelischen Luftschlag getötet. Seit sieben Monaten versammeln sich Palästinenser in wöchentlichen Intervallen in diesem Grenzgebiet, um gegen die seit über zehn Jahren andauernde israelische Blockade des Gazastreifens zu protestieren. Die meisten Menschen im Gazastreifen sind Nachkommen von Flüchtlingen, die bei der Staatsgründung Israels im Jahr 1948 vertrieben worden sind. Daher verlangen die Demonstranten auch das Recht auf Rückkehr in ihre Heimatstätten, die sich oft nur wenige Meter jenseits des Gaza-Grenzzauns im heutigen Israel befinden. Israel sieht im Gegensatz dazu seine Sicherheit durch Raketen- und Sprengstoffangriffe der palästinensischen Widerstandsgruppe Hamas gefährdet. Das dient Israel auch als Rechtfertigung für die Blockade des Gazastreifens sowie für regelmäßige militärische Interventionen. In den Medien wird ausgiebig über den Gazastreifen berichtet. Ein Standardmuster der Berichterstattung ist es, die Geschehnisse im Gazastreifen als wechselseitigen Konflikt darzustellen, auf den beide Parteien in gleicher Weise einwirken. So findet man in der Berichterstattung zahlreiche Hinweise auf »Auseinandersetzungen«, »Konfrontationen« und »Zusammenstöße« zwischen »militanten« Palästinensern und Israelis. Die Fakten sprechen allerdings eine andere Sprache.

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