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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vom 22.10.2024
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es war an einem einsamen Strand in Portugal. Wir sahen das kleine Holzboot schon von ferne leicht geneigt im Sand liegen, mit hohen Bordwänden, grob gezimmert, wir mussten uns auf die Zehenspitzen stellen, um hineinzuschauen, und erschraken. Innen ein Durcheinander von Hinterlassenschaften, die von einer Flucht aus Afrika übers Meer zeugten, leere Plastikflaschen, Kleidung, ein Kinderschuh. Sofort stiegen Bilder vor unserem inneren Auge auf: angstvolle Gesichter in der Nacht, erleichtert, die Fahrt überlebt zu haben, und doch schon wieder auf der Flucht ins Landesinnere. Es ist das Schicksal vieler Millionen Menschen auf diesem Globus. Sie träumen davon, einen Ort zu finden, wo sie sein dürfen, wo sie bleiben können.

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Schlagwörter: Flucht pilgern
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