Wir sind viele
Was war das für eine großartige Sache mit diesen sozialen Netzwerken vor ein paar Jahren. Unglaublich neu und wahnsinnig aufregend. Sich vernetzen, schreiben, diskutieren mit Dutzenden von Menschen. Bekannten und Unbekannten. Nicht nur für Privatpersonen, vor allem für Medien. In die Jahre gekommene Zeitungen fegten den Staub von den Tastaturen und entdeckten vollkommen neue Möglichkeiten, ihre Inhalte einer großen Zahl von Lesern zur Verfügung zu stellen, begeisterten sich über schnelle Reaktionen, Zuspruch, Widerspruch, Neuland. All das ist noch da und es ist immer noch großartig. Aber wie alles hat auch das eine Schattenseite, und diese Schattenseite zeigt die Finsterkeit der menschlichen Seelen in den grellsten Farben. Das macht Angst. Ein Beispiel: »Fick dich ins kreuz du alte fotze nehm doch ein haufen bei dir ins haus, die drecks sacke sollte man alle erschiessen, und du kannst dich dabei stellen in der mitte du sau!!!« (Hans B., Facebook, 25. Juli 2017, 20.14 Uhr)
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Sarah Hinney ist Onlineredakteurin bei wnoz.de (Weinheimer Nachrichten/Odenwaldzeitung), Autorin bei stadtlandkind.info und prinzessinnenreporter.de. Sie lebt in Heidelberg.

