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Unser Nein leben

von Christian Herwartz vom 25.08.2016
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Die Gemeinschaft in Taizé entstand auf vom Zweiten Weltkrieg verwüsteten Boden. Schritte des Friedens wurden zwischen den langjährigen Feinden Deutschland und Frankreich gesucht. Dieses Bemühen wird in der Wegbeschreibung »Kampf und Kontemplation« eindrucksvoll zusammengefasst. Wir Christen werden ja schon in der Taufe aufgefordert – ähnlich wie es Jesus in der Versuchungsgeschichte tat –, zuerst Nein zu sagen, also den Kampf mit den lebenszerstörenden Kräften aufzunehmen. Treten wir danach in der Kontemplation vor Gott, dann kann sich die angestrebte Lebensveränderung bis in die Wurzeln der Existenz durch Gott und in Solidarität mit allen Menschen realisieren. Dieser Weg ins Leben führt angesichts der Barmherzigkeit Gottes aus den alten Konflikten heraus in die Offenheit für den Nächsten und uns selbst. Sie ist die Straße des Friedens, die alte Grenzen überschreitet.

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