Lachen mit Kafka
Franz Kafka ist der Schmerzensmann der modernen Literatur. Er erzählt von Menschen, die im Räderwerk anonymer Mächte zerrieben werden, von Personen, die vor unlösbaren Rätseln ihrer Existenz stehen oder im Schatten dunkler Geheimnisse ihr Leben fristen. Seine Geschichten handeln von Schuld und Strafe, kreisen um Macht und Gewalt, sie fantasieren gar von Folter und Suizid. Verzweiflung, Selbstentfremdung, Gottferne und Einsamkeit, eine Welt ohne Trost und Hoffnung, kein Sinn, nirgends – all das verbinden wir so sehr mit Franz Kafka, dass er sogar zu einem Eigenschaftswort wurde: kafkaesk. Selbst wer noch keine Zeile des Prager Schriftstellers gelesen hat, hat eine ungefähre Ahnung davon, was diese Wortneuschöpfung meint: mindestens eine undurchschaubare, surreale und bedrohliche Welt.
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