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Eine Fülle wie nie zuvor

Bei Martin Walser darf ich als Gast eine köstliche Mahlzeit am Familientisch mit Blick auf den Bodensee einnehmen. Und dann beginnen wir unser Gespräch
von Ilka Scheidgen vom 26.07.2018 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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Manchmal gibt es Begegnungen mit Langzeitwirkung. Überraschend erhielt ich einen Brief von Martin Walser, in dem er sich an unser Gespräch vor 22 Jahren erinnerte, das wir für Publik-Forum führten: »Ich kann mich an kein Gespräch erinnern, das mich so geöffnet hat wie das mit Ihnen.« Unser Gespräch hatte uns in der Tat über alles Literarische hinaus mitten hinein ins Existenzielle geführt, zu damaliger Zeit eine Ausnahme in der Öffentlichkeitswahrnehmung des Walser’schen Werkes. Damals sagte Walser einen Satz, der auch in seinem jüngsten Werk wieder auftaucht: »Die Welt müsste einen weißen Schatten werfen.« Und wir hatten über Gott und Glauben gesprochen. »Es gibt kein so von Licht durchflutetes Gespräch wie dieses«, hat mir Martin Walser in seinem Brief geschrieben und lud mich ein, ihn noch einmal in seinem Haus am Bodensee zu besuchen.

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