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Ein Buch fürs Leben …
Arm dran

für alle, die sich wegen ihrer Scham schämen.
von Norbert Copray vom 22.05.2026
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Als ich das Buch »Das können wir uns nicht leisten« von Miriam Davoudvandi (2026, btb, 256 Seiten) zu lesen begann, fielen mir sofort die »Erinnerungen« ein, die mein verstorbener Vater vor Jahren meinen drei Geschwistern und mir hinterlassen hatte. Er hatte mit 77 Jahren seine Memoiren auf über 80 Seiten mit der Schreibmaschine getippt. Ich las, wie meine Mutter, die mit mir 1952 schwanger war, zum 31. Januar ihre Arbeit als Rechtsanwaltsgehilfin aufgab, um mir in einer Einzimmerwohnung zur Untermiete im stark zerstörten Hildesheim ein bergendes Heim zu schaffen und »sich ganz auf die bevorstehende Mutterschaft vorzubereiten. Wenn uns auch noch sehr viel fehlte und das Geld willkommen war, waren wir uns doch einig, dass die Gesundheit von Mutter und Kind vorrangig sein musste«. Hinzu kam, dass mein Vater, der als Marin

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