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Das große Schweigen

Warum wir in der Bildersintflut der Gegenwart zu ertrinken drohen
von Christoph Quarch vom 28.04.2016
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Im Rijksmuseum Amsterdam wird Rembrandt ausgestellt. Dichtes Gedränge in dunklen Räumen. Menschen vor den Meisterwerken. Aber was für Menschen? Menschen, die verdrahtet sind. Im Ohr ein Stöpsel, der mit ihrem Audioguide verbunden ist und ihnen alles Wissenswerte über jene Werke zuraunt. Und vor den Augen – nicht etwa das Bild, sondern ein Smartphone, dessen Monitor das Bild, vor dem sie sich befinden, wiedergibt und die gehörte Information zusätzlich zu lesen gibt. So stehen sie vor Rembrandts späten Werken und sehen sich die Bilder gar nicht an. Doch halt: Am Ende, kurz bevor er weitergeht, wendet sich einer doch dem Bilde zu … indem er es mit seiner Handykamera ablichtet. So kann er es dann – unscharf und verwackelt – daheim am Monitor betrachten. Verrückte Welt?

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