Unterm Brennglas ...
Venezuela
Am 10. Januar 2019 sollte Nicolás Maduro als Präsident von Venezuela vereidigt werden, nachdem er im Mai 2018 wiedergewählt worden war. Das von der Opposition dominierte venezolanische Parlament erklärte die Wahl allerdings am Tag der Amtseinführung für ungültig. Oppositionspolitiker Juan Guaidó, der kurz zuvor den Vorsitz des Parlamentes übernommen hatte, ernannte sich daraufhin zum Interims- Staatschef von Venezuela. Die USA sowie die rechts-reaktionären lateinamerikanischen Regierungen von Brasilien, Kolumbien und Argentinien erkannten Guaidó umgehend als neuen Präsidenten Venezuelas an. Wenige Tage später folgten die EU-Länder Deutschland, Frankreich, England und Spanien. Seit mehreren Jahren leidet Venezuelas Bevölkerung an Armut und Hunger, ausgelöst durch eine verheerende Wirtschaftskrise. Seit 2015 sind deshalb fast zwei Millionen Menschen aus dem Land geflohen. Der Westen macht die Maduro-Regierung für diese Krise verantwortlich. In den vergangenen Wochen wurde außerdem immer wieder von westlichen Politikern behauptet, Maduro lehne es ab, Hilfslieferungen aus dem Ausland zu importieren. Die US-Regierung hat sogar mit einem militärischen Eingreifen gedroht.
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