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vom 23.02.2023
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Demut war bei den Griechen und Römern eine grundsätzliche Tugend. Für Aristoteles in der Nikomachischen Ethik war »Demut« – oft auch als »Sanftmut« übersetzt – gleichbedeutend mit einer klugen Selbstbeherrschung und der Fähigkeit, eine »Mittelposition« einzunehmen. In der jüdisch-christlichen Spiritualität bedeutet Demut das Anerkennen der Allmacht Gottes. Und um einem weitverbreiteten Missverständnis vorzubeugen: Demut meint nicht Demütigung, also ein Kleinmachen des Gegenübers, und auch nicht ein Sich-Kleinmachen, das Leugnen des eigenen Wertes. Demut, so könnte man es heute auch sagen, ist eher eine realistische Selbsteinschätzung des Menschen in seiner Position in der Welt.

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