Gottes weiße und schwarze Schöpfung
Maïmouna Obot ist eine faszinierende Frau. Die Mutter eines kleinen Kindes ist ausgebildete Juristin, hat als Oberregierungsrätin gearbeitet, macht gerade ihren Abschluss in Theologie und engagiert sich in Stuttgart bei der Initiative Schwarzer Menschen. Die 41-Jährige war früher in baptistischen Gemeinden aktiv. Dort wurde sie mit einem krassen, spezifisch christlichen Rassismus konfrontiert: So erzählte ihr ein Gemeindemitglied, dass es eine schwere Sünde sei, wenn ein Schwarzer mit einer weißen Frau ein Kind bekomme. Damit vermische und zerstöre man »Gottes weiße und schwarze Schöpfung«. Eine Ansicht, auf die sie des Öfteren stieß – auch bei Gemeindeleitern.
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