Meine Äbtissin rennt, lacht und liebt Frauen
Es ist absolut unmöglich, schlecht gelaunt aus einem Interview mit der US-amerikanischen Schriftstellerin Lauren Groff zu kommen. Ihr Charme, ihre Energie, ihr Optimismus sind einfach mitreißend. Ein Kontrast zur eigenen Besorgtheit wegen Corona, Inflation, Krieg. Lauren Groff lacht gern und aus voller Kehle. Die 44-jährige verheiratete Mutter zweier Söhne aus Florida schreibt Romane und Kurzgeschichten, die beinahe alle um die Frage kreisen, wie wir Menschen gedeihlicher zusammenleben könnten. Ihr Roman »Arcadia« von 2012 beschreibt den Alltag einer amerikanischen Hippie-Landkommune. »Licht und Zorn« von 2015 handelt vom Gemeinschaftsleben einer Familie. Barack Obama erklärte es zu seiner Lieblingslektüre. Ihr soeben auf Deutsch (bei Claassen) erschienener Roman „Matrix“ ist ein Buch über das Leben in einem schottischen Nonnenkloster im Mittelalter. Sämtliche vier Romane Lauren Groffs waren Anwärter auf Preise wie Best Book of the Year, den National Book Award oder die Andrew Carnegie Medal for Excellence in Fiction. Wir haben sie in Hamburg getroffen.
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