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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2019
Homosexualität und Kirche
Wo ist das Problem?
Der Inhalt:

»Zu Fuß entdecke ich mehr«

von Ulrike Scheffer vom 24.07.2019
Zugestellte Gehwege, rücksichtslose Radler: Roland Stimpel streitet in Berlin für die Rechte von Fußgängern
Nicht überall ist so viel Platz: Fußgänger und grünes Ampelmännchen auf einem Bürgersteig in Berlin (Foto: iStock by Getty/Avunchik)
Nicht überall ist so viel Platz: Fußgänger und grünes Ampelmännchen auf einem Bürgersteig in Berlin (Foto: iStock by Getty/Avunchik)

Der Verkehr in der Stadt beschäftigt mich schon lange. In den späten 1970er-Jahren habe ich in Berlin gegen eine Stadtautobahn gekämpft, die über den Potsdamer Platz und durch das heutige Regierungsviertel verlaufen sollte. Unsere Initiative konnte dieses wahnwitzige Projekt tatsächlich verhindern. Mitstreiter von damals gründeten später den Verein FUSS, der sich als Lobbyverband für den Fußverkehr versteht. Ich selbst bin noch nicht so lange dabei. Als ich in den Ruhestand ging, suchte ich nach einer ehrenamtlichen Beschäftigung. Da ich Stadtplanung studiert habe, lag das Thema nahe. Angesichts der wachsenden Enge in unseren Städten und der Debatte um saubere Luft ist es zudem hochaktuell.

Viele Menschen wissen gar nicht, dass der Fußverkehr in Städten die wichtigste Fortbewegungsart ist. Fast ein Drittel aller Wege werden dort zu Fuß zurückgelegt. Dennoch werden Fußgänger immer mehr an den Rand gedrängt. Auf dem Bordstein stehen Tische von Straßencafés oder Hinweisschilder für Autos. Ein Glück, dass E-Roller nur auf dem Radweg und der Straße fahren dürfen. Hätten sie die Erlaubnis erhalten, den Bürgersteig zu benutzen, hätten die Fußgänger ihre letzte Schutzzone verloren.

Unser Verein gehörte zu den ersten, die gegen die Enge auf dem Bürgersteig und die Luftverschmutzung protestiert haben. Vor dem Verkehrsministerium haben wir hellgrüne Schwimmnudeln geschwenkt und damit unseren Raumanspruch als Fußgänger sichtbar gemacht. Wir halten auch Mahnwachen für getötete Fußgänger ab. Leider steigt deren Zahl an.

Auf der Suche nach Verbündeten vernetzen wir uns mit Seniorenbeiräten, denn Senioren sind häufig zu Fuß unterwegs. Sie fühlen sich oft nic

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