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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2022
Zeitenwende, Zerfall und die Suche nach Sinn
Harald Welzer und Andreas Holzem über die Krise der Gegenwart
Der Inhalt:

Gespräch mit Harald Welzer und Andreas Holzem
»Wir sind mitten in einer Zeitenwende«

vom 11.05.2022
Krieg, Corona, Erderwärmung – die Katastrophen zerstören unsere Wunschbilder von der Zukunft. Gesellschaften geraten unter Stress. Der Sozialpsychologe Harald Welzer wurde wegen eines TV-Auftritts scharf kritisiert. Im Gespräch mit dem Kirchenhistoriker Andreas Holzem analysiert er die Krisen der Gegenwart.
Guter Rat ist teuer: Was tun, wenn Gewissheiten zerbröseln? (Foto: istockphoto / 3DSculptor)
Guter Rat ist teuer: Was tun, wenn Gewissheiten zerbröseln? (Foto: istockphoto / 3DSculptor)
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Publik-Forum: Herr Holzem, was muss passieren, damit ein Historiker von einer Zeitenwende spricht?

Andreas Holzem: Zeitenwenden treten dann ein, wenn Menschen den starken Eindruck gewinnen, dass ihnen eben eine solche widerfährt. Die Klimakrise, die Corona-Pandemie und nun die Bedrohung der internationalen Friedensordnung – das sind dramatische Enttäuschungserfahrungen, die unserem Wunschbild von der Zukunft zuwiderlaufen. Das verstört. Und viele teilen die Sorge, sie könnten sich auf die bisherigen Ordnungen nicht mehr verlassen.

Herr Welzer, Sie haben mit Michel Friedman ein Buch über Zeitenwende (Kiepenheuer&Witsch 2020) verfasst. Haben Sie dabei an das gedacht, was Olaf Scholz damit gesagt hat?

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Georg Lechner
16.05.202212:27
Ich denke, man kann das Endlichkeitsmoment durchaus emotional mitnehmend anbringen. Als Reaktion auf einen Gastkommentar eines bekennenden Neoliberalen in der Wiener Zeitung habe ich es etwa so formuliert: "Sagen Sie mir, welche Wachstumsrate Sie für wünschenswert halten und ich sage Ihnen dann, in wieviel Jahren Sie doppelt so viel essen, trinken und kotzen sowie doppelt so schnell schlafen müssen wie jetzt." Darauf aufbauend habe ich die Faustformel 70 geteilt durch die Prozentzahl gibt näherungsweise die Zahl der Jahre (hinreichend brauchbar im Bereich von 1 bis 10 %) nachgereicht, mit der ich operiere, wenn jemand tatsächlich darauf einsteigt.