Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2020
»Ich habe Nein gesagt«
Missbrauch in der Kirche – Frauen brechen ihr Schweigen
Der Inhalt:

Anschläge
Welche Antwort finden wir auf den islamistischen Terror?

Muslime sind entsetzt über den Terror, der im Namen ihrer Religion ausgeübt wird. Aber was hilft? Geht es um ein religiöses oder um ein soziologisches Problem? Zwei Stellungnahmen von Muhammad Sameer Murtaza und Lamya Kaddor
Stilles Gedenken: Blumen am Ort der Attacke in der Wiener Innenstadt (Foto: pa/Wild)
Stilles Gedenken: Blumen am Ort der Attacke in der Wiener Innenstadt (Foto: pa/Wild)

Muhammad Sameer Murtaza: Nächstenliebe üben!

Der abscheuliche islamisch verbrämte Terror hat sich durch die barbarischen Gewaltakte von Paris, Nizza und Wien wieder in unser Bewusstsein gedrängt. Was kann man dazu sagen oder schreiben? Wie soll das unbeschreiblich Schreckliche in beschreibende Worte gekleidet werden? Dann aber wird einem bewusst, dass man genau weiß, was man sagen oder schreiben kann. Es ist bereits zu oft zu lesen und zu hören gewesen. Politiker drücken Bestürzung und Mitgefühl aus. Muslimische Vertreter und Verbände distanzieren sich. Muslimische und nicht muslimische Verbandskritiker unterstellen den Verbänden, sich nicht genügend zu distanzieren oder zu wenig zu tun. Die Verbände weisen darauf hin, dass die Extremisten nicht aus den Moscheen kommen und somit auch ihrer Handlungsreichweite Grenzen gesetzt sind. Währenddessen verbreiten rechtsradikale Stimmen freudig ihre Hassbotschaften und rufen zur Wehrhaftigkeit gegen den Islam auf. Jeder hat sein Drehbuch. Jeder wartet auf seinen Auftritt. Ändern tut sich nichts.

Sicherlich könnte man über die spezifischen Probleme des französischen Staates schreiben: die nicht aufgearbeitete Kolonialgeschichte, der Assimilationsdruck der Gesellschaft und die damit verbundene Muslimfeindlichkeit, das Fehlen einer akademischen islamischen Theologie aufgrund des Laizismus oder die sozialen und ökonomischen Probleme, die zu einer Gettoisierung der Vororte geführt haben. Im gleichen Atemzug müsste über die Defizite der muslimischen Community in Frankreich gesprochen werden: das Etablieren von Inseln des Versagens, indem man die sozialen Strukturen der alten Heimat kopiert, das mangelnde Verständnis von Meinungsf

PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Kommentare
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.
Georg Lechner
07.12.202017:36
Wer die Begriffe "Islamismus" oder "politischer Islam" absichtlich verwendet wie die Rinnsteinblätter, der öst. Bundeskanzler oder der rechte Bodensatz der Gesellschaft, diejenigen zeigen, wes Ungeistes Kind sie sind. Ihren Geldgebern ist der egalitäre Ansatz der Abrahamsreligionen zutiefst zuwider, darum haben sie die Juden als geldgierig verleumdet und feinden jetzt den Islam an.
Dass die türkische Regierung die Religionsbehörden für Spitzeltätigkeiten missbraucht, ist als solcher Übelstand zu benennen, statt vom "politischen Islam" zu schwurbeln.