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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2019
War Goethe Muslim?
Fasziniert vom Islam: 200 Jahre West-östlicher Divan
Der Inhalt:

Satansgrüße im Kreuzfeuer

von Jörg Hettich vom 11.08.2019
Heavy Metal verbreitet nicht nur antichristlichen Groll. Ein Streifzug durch die Szene
Ein Metal-Konzert wie eine Messe: Sänger Attila Dorn von der Band »Powerwolf« (Foto: pa/apa/Herbert P. Oczeret)
Ein Metal-Konzert wie eine Messe: Sänger Attila Dorn von der Band »Powerwolf« (Foto: pa/apa/Herbert P. Oczeret)

Why should the devil have all the good music?« Warum soll nur der Teufel gute Musik haben? Larry Norman (1947-2008), der Begründer der christlichen Rockmusik, hatte als Christ keine Berührungsängste mit harter Musik. Für die Kirchen galt Heavy Metal jedoch lange als Inbegriff des Bösen. Das hat mit dem Satanskult zu tun, den etliche Metal-Bands zumindest in ihrer Frühphase als identitätsstiftendes Merkmal propagierten. Der sogenannte Satansgruß ist immer noch üblich, auch wenn er nicht mehr allein in diesem Verständnis genutzt wird. Bis heute wird Heavy Metal immer wieder der Gewaltverherrlichung, des Rassismus oder des Satanismus beschuldigt. Doch der Vorwurf, dies sei satanische Musik, ist nicht zu halten. Musik ist immer Ausdruck künstlerischen Schaffens. Deshalb kann es unabhängig vom Musikgeschmack weder »satanische« noch »göttliche« Musik an sich geben. Zudem hat sich Heavy Metal in über ein Dutzend Unterkategorien aufgespalten. Das »eine« Heavy Metal gibt es nicht.

Natürlich findet sich innerhalb der Heavy-Szene Befremdliches und Fragwürdiges. Die Covergestaltung, antireligiöser Groll oder verstörende Showeinlagen befeuern die negativen kirchlichen Vorurteile. Doch Rockmusik hat sich seit ihren Anfängen immer als Protestbewegung gegen das bürgerliche Establishment verstanden. Provokation war von jeher gewollt. In Zeiten, in denen die zum exzessiven Drogengenuss neigenden Pink Floyd zum Klassiker und die bösen Buben um Mick Jagger zum generationenübergreifenden Mainstream mutiert sind, muss Provokation heftiger ausfallen, um noch Wirkung zu erzielen. Und natürlich haben polarisierende CD-Cover oder spektakuläre Bühnenshows verkaufsfördernde Wirkung.

Interessant ist aber, dass sich gerade der amer

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