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Religion, nicht Nation

von Anne Strotmann 01.10.2018
Die Architektur der neuen Kölner Ditib-Zentralmoschee, immerhin eine der größten Moscheen Europas, zeugt von Transparenz und Offenheit. Als sie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eröffnet, ist davon allerdings nicht viel zu spüren. Es ist eine politische Show, begleitet von viel Aufregung. Religiöse Menschen stehen am Rand und fragen sich: Worum ging es hier noch mal? Um Nation? Oder um Religion?
Betende Muslime in der neuen Ditib-Moschee in Köln (Foto: pa/dpa/Marius Becker)
Betende Muslime in der neuen Ditib-Moschee in Köln (Foto: pa/dpa/Marius Becker)

»Es gibt keinen Gott außer Gott«, lautet der erste Satz des islamischen Glaubensbekenntnisses. Er richtet sich gegen Götzendienst. Er richtet sich gegen Arroganz. Er erteilt jeder menschlichen Hybris eine klare Absage: Kein Führer, kein Volk, kein Staat, auch nicht das eigene Ego sollen an die Stelle Gottes gesetzt werden.

Doch bei der Moschee-Eröffnung im Kölner Stadtteil Ehrenfeld ist davon wenig zu spüren: Jubelnde Fans vergöttern den türkischen Präsidenten geradezu, es wehen türkische Fahnen, es herrscht politische Aufregung darüber, wer eingeladen wurde, wer abgesagt hat, wer sprechen darf, über die Verhältnisse in der Türkei unter dem zune

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